Samstag, 4. Dezember 2010

Vortrag über Kambodscha am 03.12.2010


"Ein Jahr Kambodscha - Ein Jahr zwischen den Welten", so hatte André de la Chaux seinen Vortrag betitel, den er am Kolpingabend vor über 30 interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern hielt. Darunter waren auch einige Nichtkolpinger.
Josef Dühnen begrüßte André und die Gäste und wies darauf hin, dass dieser Abend von erstmals von den Gruppe der "Jungen Erwachsenen" der Kolpingsfamilie gestaltet wurde.
André hatte von von 2009 bis 2010 fast ein Jahr in einem Projekt der Salesianer Don Boscos gearbeitet. Das Projekt wird finanziert durch das Kindermissionswerk "Die Sternsinger". In jedem Jahr wird für die Sternsingeraktion ein neues Partnerland ausgesucht. Im Jahr 2011 wird das Kambodscha sein. Aus diesem Grunde ist André in den letzten Wochen auf Bitte des Kindermissionswerkes in Deutschland unterwegs, um aus eigener Erfahrung darüber zu berichten, was mit den Spendengeldern aus der Sternsingeraktion geschieht.
André versicherten den Zuhörern bereits bei Beginn, dass die Spenden aus Hasbergen - und hier waren die Hasbergen in den letzten Jahren immer sehr großherzig - gut angelegt wurden. Der kurzweilig gehaltene Vortrag, unterbrochen durch Videosequenzen, gab einen Einblick in das Elend, dass in vielen Teilen der Welt vorherrscht. Auch die "Perversität" von Reichtum, verbunden mit Korruption, und bitterster Armut wurde deutlich dargestellt. Und was wird durch das Projekt erreicht? Es kann nicht diese ganzen Gegensätze total aufheben, aber es versucht Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch Bildung, Berufsausbildung und teilweise auch Unterkunft eine Perspektive auf ein besseres Leben zu geben und sie so zu Multiplikatoren für Verbesserungen zu machen.



Alle hörten den Ausführungen von André interessiert zu. Ein komisches Gefühl in der Magengegend trat bei vielen auf, als André von den einheimischen Spezialitäten - wie geräucherten Mäusen, frittierten Fröschen und Spinnen oder aber gerösteten Käfern (die Chips der Kambodschaner) - sprach und auch anschauliche Bilder mitgebracht hatte.

André beendete seinen Vortrag mit diesem Bild: Es ist das immer wieder vorhandene Lachen der Menschen, die eigentlich angesichts ihrer Situationen gar nichts zu lachen haben könnten. Es wäre schön, wenn in Deutschland, bei jedem von uns - bei vielmals besseren Verhältnissen - ein wenig mehr Lächeln zu finden wäre.

Es war ein schöner, aber auch zum Nachdenken anregender Abend.

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